Wimbledon 2026: Wer gewinnt in London?
Wann findet Wimbledon 2026 statt: 29.06.2026 bis 12.07.2026
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Die 139. Wimbledon Championships stehen ganz im Zeichen eines spektakulären Comebacks: Serena Williams hat die Wildcard für das Einzel angenommen und greift mit 44 Jahren noch einmal an. Die zweifache Mutter wird auch im Doppel, gemeinsam mit ihrer Schwester Venus, antreten. Wie schlägt sich die 23-fache Einzel-Grand-Slam-Gewinnerin auf dem heiligen Rasen von Wimbledon und welche Geschichten schreibt das mit einem Rekordpreisgeld von 74,3 Millionen Euro dotierte Turnier sonst noch?
Wer sind die Favoriten bei den Herren?
Jannik Sinner kommt trotz seiner Probleme bei den French Open, wo ihm die Hitze einen Strich durch die Rechnung machte und er von Krämpfen gezeichnet in der zweiten Runde in Juan Manuel Cerundolo seinen Meister fand, als Favorit nach London. Der Südtiroler hat sich nach Paris in verschiedenen Krankenhäusern durchchecken lassen und grünes Licht für Wimbledon bekommen. Seit Roland Garros hat der Sextener aber kein einziges Turnier bestritten. Es wird spannend zu sehen sein, wie er auf diesem Belag zurechtkommt und ob er seinen Titel von 2025 verteidigen kann. In Abwesenheit von Carlos Alcaraz, dessen Handgelenksverletzung ein Antreten verhindert, führt der Weg zum Titel aber wohl nur über ihn.
Wir sind natürlich auch besonders auf Alexander Zverev gespannt. Nachdem sich der 29-Jährige in Paris endlich seinen Lebenstraum erfüllen und ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte, sollen jetzt weitere Titel folgen. Vielleicht hat der gebürtige Hamburger nun die nötige Lockerheit, die ihm in den vergangenen Jahren gefehlt hat. Es spricht vieles dafür, dass Zverev auch in Wimbledon weit kommen kann. Sein Spiel sollte auch auf Rasen gut funktionieren. Vor allem der überragende Aufschlag, der schon in Paris überzeugte, dürfte ihm auf diesem Belag viele freie Punkte bescheren. Kann „Sascha“ auch in London triumphieren?
Zu den heißesten Aktien neben den zuvor genannten Spielern zählt zweifelsohne Novak Djokovic. Der 25. Grand-Slam-Titel scheint möglich, der Serbe wird aber zur Höchstform auflaufen müssen, wenn er Sinner, Zverev und Co. schlagen will. Auch er hat vor Wimbledon kein einziges Rasenturnier im Kalenderjahr 2026 bestritten. Dank seiner Routine dürfte Nole diesen Nachteil aber locker kompensieren können.
Als gefährliche Außenseiter könnten sich neben dem Kanadier Felix Auger-Aliassime die US-Amerikaner in Stellung bringen. Ben Shelton, Taylor Fritz und Frances Tiafoe sind stark in die Rasensaison gestartet und machten die Turniere in Stuttgart und Halle unter sich aus. Shelton setzte sich in Stuttgart gegen Fritz durch, Tiafoe behielt in Halle ebenfalls gegen Fritz die Oberhand. Auf den Letztgenannten wartet übrigens schon in Runde eins eine echte Herausforderung, wo er auf den lange verletzten Lokalmatadoren Jack Draper trifft und wohl nahezu das gesamte Publikum gegen sich haben wird. Wie bewältigt der US-Boy und „Angstgegner“ von Alexander Zverev diese Aufgabe?
Italien setzt neben Sinner vor allem auf Paris-Finalist Flavio Cobolli. Lorenzo Musetti fehlt dagegen weiterhin – die Seuchensaison des 24‑Jährigen hält an, sein lädierter Oberschenkel macht nicht mit. Dafür ist mit Matteo Berrettini zu rechnen, der 2021 das Finale erreichte und erst an Novak Djokovic scheiterte. Er trifft zum Auftakt auf den mit einer Wildcard ausgestatteten Schweizer Stan Wawrinka. Wer ist dein Favorit beim prestigeträchtigsten Championat auf der ATP Tour?
Wer trumpft bei den Damen auf?
Das Turnier 2026 wirkt offener denn je – Überraschungen scheinen vorprogrammiert. An der Spitze der Favoritinnenliste steht bei den Buchmachern die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. Ob sie dem Druck standhält, den sie sich oft selbst auferlegt, bleibt jedoch fraglich. Auch Titelverteidigerin Iga Swiatek will in Wimbledon wieder angreifen. Die bisherige Saison stimmt allerdings nachdenklich: Zuletzt scheiterte sie im Achtelfinale von Bad Homburg an Emma Navarro.
Auf Rasen zählt Elena Rybakina, die Wimbledon-Gewinnerin von 2022 traditionell zu den Top-Spielerinnen, kämpft aktuell jedoch mit Hüftproblemen und musste zuletzt in Bad Homburg passen. Ebenfalls im Blick ist Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova, der schnelle Beläge am besten liegen. Nach der Sandplatzsaison gehört die US-Amerikanerin damit zum erweiterten Favoritenkreis, ebenso wie ihre Landsfrau Jessica Pegula und die Japanerin Naomi Osaka.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Form von Coco Gauff. Die jüngsten Auftritte lassen aber Böses erahnen. Ob die zweimalige Gewinnern von Grand-Slam-Turnieren ausgerechnet in Wimbledon zu alter Stärke zurückfindet, darf bezweifelt werden.
Ganz anders ist die Ausgangslage bei Neo-Grand-Slam-Siegerin Mirra Andreeva: Die 19-Jährige hat auf Rasen auf WTA-Ebene zwar noch keinen Titel geholt, bringt aber alles mit, um das zu ändern. An Selbstvertrauen mangelt es ihr jedenfalls nicht. Triumphieren 2026 die Favoritinnen oder sorgt eine Außenseiterin für die große Überraschung?
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